Smart Home

Smart Home: intelligent und bedarfsgerecht wohnen


Die Bezeichnung "Smart Home" kommt aus dem Englischen und setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: "Home" bedeutet übersetzt "Haus", "Wohnung" oder "Zuhause". "Smart" heißt dagegen "schlau" oder "schick". Smart Home bietet seinen Anwendern also Lösungen auf Basis elektronischer Funktionsweisen an, die das Leben in einer Immobilie attraktiver und komfortabler machen und damit die Lebensqualität der Menschen, die darin wohnen, deutlich erhöhen. In Zeiten des Vormarschs der Multimedia geht es bei diesen technischen Lösungen nicht mehr nur um reine Automation von Abläufen, sondern auch die Möglichkeit, diese über mobile Endgeräte wie das Smartphone aus der Ferne steuern zu können.

Vernetzung als zentrales Merkmal
Die einzelnen Funktionseinheiten in einem Smart Home sind typischerweise vernetzt. Das bedeutet, dass beispielsweise verschiedene Haushaltsgeräte in einem gemeinsamen Zeitplan funktionieren. Ein Beispiel ist die parallel gesteuerte Nutzung der Geräte in der Küche: Die Croissants im Backofen könnten durch die intelligente Steuerung gleichzeitig mit dem Kaffee im Vollautomaten fertig werden. Auch ist es möglich, dass das Öffnen des Garagentores via Fernbedienung gleichzeitig das Hochziehen der Jalousien oder das Entsichern der Haustüre auslöst. An diesen beiden Beispielen wird bereits deutlich, dass es sich beim Smart Home grundsätzlich um ein bedarfsgerechtes Nutzungskonzept handelt, das die individuellen Wünsche seiner Anwender umsetzt.

Fünf zentrale Anwendungsbereiche
Smart Home hat seine Anfänge bereits seit Anfang des Jahrtausends. In der rasanten Entwicklung gibt es immer mehr Anwendungsbereiche, doch es haben sich momentan fünf Einsatzfelder herausgebildet, auf denen die Schwerpunkte von Smart Home liegen: Unterhaltungselektronik, Energie, Haushalt, Hausautomation und Sicherheit. Im Bereich Unterhaltung ist es möglich, alle verfügbaren Daten (Texte, Musik, Fotos, Videos) zentral zu speichern und im Rahmen eines multimedialen Gesamtkonzepts auf unterschiedlichen Endgeräten anzusehen, anzuhören und zu bearbeiten. So können die einzelnen Medien unter anderem mithilfe von WLAN übertragen und genutzt werden.

Im Bereich Energie ist das Smart Home vor allem unter dem Schlagwort des Smart Meterings zu sehen: Hier werden die Verbrauchsdaten der verschiedenen Versorgungssysteme wie Wasser, Strom oder Gas mithilfe eines intelligenten und vor allem transparenten Zählersystems erfasst und auch überwacht. Das bedeutet, dass der Verbrauch einen Überblick über seinen Energieverbrauch und die damit in Verbindung stehenden Kosten hat, zu energiesparendem Verhalten animiert wird und auch auf tagesaktuelle Angebote der einzelnen Energieversorger hingewiesen wird.
Im Bereich Haushalt sind die einzelnen Abläufe im Haushalt miteinander kombinierbar wie bereits im erwähnten Beispiel mit den Croissants und dem Kaffee dargestellt. Dazu kommen mit dem Smartphone nutzbare Apps, die vor allem rund um das Thema Einkaufen und Nachhausekommen sehr hilfreich sind. Das bietet unter anderem die Möglichkeit, bereits vom Auto aus das Garagentür zu öffnen, den nach Hause kommenden Kindern die Wohnungstür zu öffnen oder dem Postboten die Tür zu einem Nebengebäude, in dem das Päckchen abgelegt werden kann. Auch ist es möglich, dass sich die Haustüre öffnet, wenn man mit voll beladenen Einkaufstaschen und dem Smartphone in der Hosentasche die Tür ansteuert.

Im Bereich Hausautomation ist die Vernetzung von bestimmten Einrichtungen rund um den Komfort gemeint, die man bedarfsgerecht steuern kann. Dazu gehören beispielsweise die Jalousien, die man nach dem Lichteinfall regeln lassen kann, sowie das Ausschalten von Fernsehern und Lichtanlagen, wenn der Bewegungsmelder über einen bestimmten Zeitraum keine Signale mehr empfängt - beispielweise weil der Nutzer bereits während des Fernsehens auf dem Sofa eingeschlafen ist. Im Bereich Sicherheit ist die Smart Home-Anlage dazu da, mittels verschiedener Produkte das Haus oder die Wohnung, aber auch ein Grundstück zu überwachsen und alle Elemente dieser Kontrollanlage miteinander individuell sinnvoll zu vernetzen. Zu den Einzelelementen gehören je nach Bedarf und Größe des Areals oder der Räume zum Beispiel Rauchmelder und Alarmanlagen, Überwachungskameras oder Bewegungsmelder zum Programm der möglichen Ausstattung, die mithilfe von Sensoren gesteuert und letztendlich miteinander verknüpft werden.

Mögliche Nachteile
Die Nachteile von Smart Home sind auf dem Gebiet der Sicherheit und der Persönlichkeitsrechte zu finden. Im Hinblick auf die Sicherheit ist das Smart Home durch die digitale Basis gegen Hacker nicht zu 100 Prozent geschützt. Im Hinblick auf die Persönlichkeitsrechte muss beachtet werden, dass Videoaufnahme von fremden Personen nicht grundsätzlich erlaubt sind. Nur innerhalb der eigenen Grundstücksgrenzen ist eine Videoüberwachung ohne Einschränkung erlaubt, da hier Unbefugte ohnehin kein Zutrittsrecht haben und sich strafbar machen. Außerhalb der Grundstücksbegrenzungen muss den möglichen Passanten eine Videoaufzeichnung beziehungsweise das Vorhandensein von Kameras deutlich kenntlich gemacht werden.